Klasse und Masse: Das scheint das Motto der ING Deutschland im Geschäft mit Privatkundinnen und -kunden zu sein. Vorstandschef Lars Stoy betonte jedenfalls bei Vorlage der Jahreszahlen, es gehe nach dem Durchbrechen der Zehn-Millionen-Marke weiterhin darum, möglichst viele neue Kunden und Kundinnen zu gewinnen, und andererseits darum, mit bestehenden intensivere Geschäfte zu machen. In diesen Kurs fügt sich auch die Sparte Business Banking, im Konzern verantwortlich für kleinere und mittelgroße Unternehmen, ein. Ziel ist hier die Verbreiterung der Kundenbasis, indem auch Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbstständige und auch Gründer und Gründerinnen, die bereits privat ein Konto bei der ING haben, für das Business Banking gewonnen werden.
Einfaches Onboarding soll überzeugen
Das Potenzial scheint groß. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung seien in Deutschland unternehmerisch tätig, sagt Serge Offers, der die Sparte als Head of Business Banking verantwortet, dem DUP UNTERNEHMER-Magazin. „Dieser Anteil dürfte unter unseren Privatkunden und -kundinnen ähnlich hoch sei.“ Wer die einfache Bedienbarkeit etwa der ING-App privat kennen- und schätzen gelernt habe, der lasse sich leichter davon überzeugen, das Angebot seiner Bank auch geschäftlich zu nutzen, so Offers. Aber auch außerhalb des Privatkundenstamms stecke viel Potenzial: „Insgesamt sehen wir, dass der Bedarf an einfachem, digitalem Banking auch im geschäftlichen Kontext immer weiter steigt“, sagt der ING-Manager.
Mit seinem Team habe er daher das vergangene Jahr genutzt, insbesondere die Business App weiter zu optimieren und neue Features für das Geschäftskonto an den Start zu bringen. „Mittlerweile erledigen auch Unternehmerinnen und Unternehmer Bankgeschäfte zunehmend mit der App. Wir sehen inzwischen ein ausgeglichenes Bild zwischen App und Desktop-Nutzung, je nach individuellem Bedarf , sagt Offers. Zentraler Erfolgsfaktor sei für ihn ein einfaches Onboarding, das seine Kundinnen und Kunden möglichst wenig Zeit koste, die sie lieber in ihr Geschäft investieren wollten.
Firmengelder verzinst parken
Wer nicht gleich investieren will oder muss, der kann Firmengelder bei der ING auch auf einem Tagesgeldkonto parken und dafür Zinsen einstreichen. „Wir werden dieses Angebot um Festgeld erweitern“, kündigt Manager Offers an. Dabei gehe es um Laufzeiten zwischen 3, 6 und 12 Monaten. Hintergrund: In manchen Unternehmen sei durchaus absehbar, dass größere Summen erst in einigen Monaten gebraucht würden. „Dieses Kapital kann man profitabel nutzen“, so Offers.

