Gefahr der Altersarmut

Selbstständige sorgen sich um ihre Rente

Die große Mehrheit der Unternehmerinnen, Unternehmer und freiberuflich Tätigen spart fürs Alter – doch ein Fünftel von ihnen fühlt sich laut DIW nicht ausreichend abgesichert. Dabei gibt es spezielle Lösungen für sie.

Selbstständige arbeitet an ihrem Laptop

10.04.2026

Risiko Altersarmut: Unter den Selbstständigen in Deutschland fühlen sich rund 20 Prozent nicht ausreichend für den Ruhestand abgesichert. Das zeigt aktuell eine repräsentative Befragung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) mit 2.000 Teilnehmenden. Mit 44,1 Prozent fällt der Anteil bei Befragten mit einem Jahresbruttoeinkommen zwischen 12.000 und 36.000 Euro besonders hoch aus – in der Gruppe mit geringeren Einkünften beträgt dieser 24,4 Prozent.

Bei sieben Prozent aller Befragten entfällt überdies jegliches Ansparen für die Rente – sie sind also nicht nur subjektiv von Altersarmut bedroht. Im Umkehrschluss lautet die gute Nachricht laut DIW: 93 Prozent der Selbstständigen sichern sich ab. Von den drei vorherrschenden Formen flexible Kapitalanlage, klassische Lebensversicherung und obligatorische Altersvorsorge nutzten etwa zwei Drittel der Befragten zwei, rund 30 Prozent sogar alle drei Möglichkeiten. Im Durchschnitt legten sie mehr als 20 Prozent des Nettoeinkommens zurück.

Staatliche Förderung hilft bei Rente für Selbstständige

Die Ergebnisse zeigten eine grundsätzlich hohe Bereitschaft zur Altersvorsorge, kommentierte Co-Studienautor Maximilian Priem den Befund. Für den Erfolg „entscheidend sind passende Instrumente, flexible Beiträge und eine gezielte Förderung der Geringverdienenden“, so Priem weiter.

Staatliche Förderung für die Altersvorsorge von Selbstständigen existiert in Deutschland bereits seit 2005 mit der steuerlich begünstigten Basisrente, vielen als Rürup-Rente bekannt. Warum Selbstständige diese Option nutzen sollten, welche Nachteile sie dabei in Kauf nehmen müssen und worauf sie bei einem Vertragsabschluss achten sollten, hat unser Versicherungsexperte Bastian Kunkel in seiner Kolumne beleuchtet.