Es war lange Zeit das ungeschriebene Gesetz des digitalen Marketings: Wer bei Google oben steht, gewinnt. Unternehmen investierten Milliarden in SEO, optimierten Keywords und bauten Landingpages, um den begehrten Klick zu ergattern. Doch diese Ära neigt sich dem Ende zu. Wir erleben derzeit einen der radikalsten Paradigmenwechsel in der Geschichte des Internets – den Übergang von der Suchmaschine zur Antwortmaschine.
Die neue Realität: Zero-Click
KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Googles „AI Overviews“ liefern keine Linklisten mehr. Sie liefern fertige Antworten. Für den Nutzer ist das bequem: Er muss nicht mehr suchen, er fragt – und bekommt das Ergebnis serviert.
Für Unternehmen ist diese Entwicklung jedoch brandgefährlich. Statistiken zeigen, dass ein rasant wachsender Anteil der Nutzer – manche Studien sprechen von über 60 bis 80 Prozent – gar nicht mehr auf Quellen klickt. Sie lesen nur noch die Zusammenfassung der KI. Wer in dieser Antwort nicht vorkommt, findet faktisch nicht statt. Die größte Gefahr für Marken ist heute nicht mehr schlechte Presse, sondern digitale Unsichtbarkeit.
Eigenlob rankt, Fremdlob entscheidet
Wie aber schafft man es in die Antwort der KI? Hier greifen die alten SEO-Regeln nicht mehr. Eine KI lässt sich nicht durch Keyword-Stuffing beeindrucken. Sie funktioniert wie ein extrem kritischer Journalist: Sie sucht nach Fakten, Validierung und Glaubwürdigkeit.
Das Kernproblem vieler Unternehmens-Websites: Sie sind voll von Eigenlob. „Wir sind die Besten, die Schnellsten, die Innovativsten.“ Für eine KI ist das jedoch nur eine Behauptung, kein Fakt. Um eine Information als „wahr“ zu klassifizieren und in eine Antwort zu integrieren, sucht der Algorithmus nach Bestätigung von außen.
Hier kommt das Konzept der „Generative Engine Optimization“ (GEO) ins Spiel. Die einfache Formel lautet: Eigenlob rankt vielleicht noch in der alten Welt, aber Fremdlob entscheidet in der neuen.
Siegel als Vertrauensanker für Algorithmen
In diesem Kontext erleben klassische Qualitätssiegel und Zertifikate eine unerwartete Renaissance – nicht nur als Marketing-Tool für Menschen, sondern als strukturierte Daten für Maschinen.
„KI-Agenten sehen in Gütesiegeln glaubwürdige Wegweiser. Je mehr Siegel und Zertifizierungen ein Unternehmen hat, desto größer ist die Chance, als Anbieter empfohlen zu werden. Auszeichnungen sind zentrale Vertrauensanker in der KI-Welt.“
– Marc Weegen, Head of Brand Management beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Die Logik dahinter ist technischer Natur: Ein Siegel wie Arbeitgeber der Zukunft vom Deutschen Innovationsinstitut diind ist für die KI ein verifizierter Fakt. Es ist ein Signal von einer dritten, unabhängigen Instanz. Wenn ein Nutzer fragt: „Ist Unternehmen XY ein guter Arbeitgeber?“, scannt die KI das Netz nicht nach der Selbstdarstellung auf der Karriereseite, sondern nach externen Belegen. Findet sie ein Siegel, wird dieses oft direkt als Argument („Positiver Aspekt“) in die Antwort übernommen.
Die Strategie der KI-Relevanz
Für Unternehmer bedeutet das: Marketing muss neu gedacht werden. Es reicht nicht mehr, über sich selbst zu sprechen. Man muss dafür sorgen, dass andere über einen sprechen – und zwar validiert.
Eine moderne Sichtbarkeits-Strategie ruht daher auf drei Säulen:
- Validierung: Der Erwerb von unabhängigen Prüfsiegeln (z.B. durch Institute wie das Deutsche Innovationsinstitut diind oder DISQTrust), die den Status objektiv bestätigen.
- Verbreitung: Die aktive Kommunikation dieser Auszeichnungen in reichweitenstarken Medien (Pressearbeit), damit die KI diese Informationen an mehreren glaubwürdigen Orten findet.
- Integration: Die technische Einbindung auf der eigenen Präsenz, um den Kreis zu schließen.
Wer diese Fakten-Signale setzt, baut sich eine Art Schutzschild gegen die digitale Unsichtbarkeit. Denn am Ende ist die KI nur ein Spiegel der verfügbaren Daten. Und sie zitiert am liebsten die, deren Qualität von anderen bestätigt wurde.
Unternehmen, die Ihre Innovationsfähigkeit auch für KI sichtbar machen wollen, können sich beispielsweise auf die Auszeichnungen des KI Innovator, Unternehmen der Zukunft oder Business Innovator beim Deutschen Innovationsinstitut diind bewerben. Für die Sichtbarkeit von hervorragender Service-Qualität empfehlen sich die Siegel von DISQTrust Service Champion oder Business Champion.
Fazit: Die Frage ist nicht mehr „Wie bekomme ich den Klick?“, sondern „Wie werde ich zur zitierten Quelle?“. Die Antwort liegt in der Glaubwürdigkeit externer Validierung. Oder kurz gesagt: Wer nicht ausgezeichnet ist, wird von der KI schlichtweg übersehen.
