Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim ZVEI-Kongress erklärt, bei Reformen werde es keinen großen „Big Bang“ geben. Jens de Buhr, Verleger und Host des BIG BANG KI Festivals, widerspricht deutlich:
„Doch, Herr Bundeskanzler: Es gibt einen Big Bang. Aber er fällt nicht vom Himmel. Man muss ihn machen.“ De Buhr warnt davor, Deutschland zu sehr in Prozesssprache, Reformfahrplänen und Verwaltungslogik zu verlieren. Natürlich brauche Veränderung Struktur, Geduld und Umsetzung. Aber Deutschland brauche vor allem wieder ein sichtbares Signal des Aufbruchs.
Warum Deutschlands Wirtschaft jetzt ein Signal braucht
„Unser Land braucht nicht noch mehr Erklärungen, warum etwas schwierig ist. Unser Land braucht Menschen, die zeigen, dass es geht. Weniger warten. Weniger verwalten. Mehr machen.“
Das BIG BANG KI Festival sei dafür ein Beispiel aus dem Mittelstand: Ein kleiner Verlag, ein kleines Team, begrenzte Ressourcen – und trotzdem entstehe in Berlin eine der größten KI-Bühnen Europas mit mehr als 12.000 erwarteten Gästen und über 400 Speakern.
„Normalerweise würde man sagen: Das geht nicht. Zu groß. Zu ambitioniert. Zu wenig Apparat. Aber genau diese Haltung lähmt Deutschland. Wir machen es trotzdem. Weil es nötig ist.“
De Buhr sieht darin auch eine Botschaft an die Politik: „Wenn ein mittelständischer Verlag mit unternehmerischem Mut eine europäische KI-Plattform aufbauen kann, dann darf man von einer Bundesregierung erwarten, dass sie mit derselben Entschlossenheit Reformen vorantreibt.“
Gerade beim Thema Künstliche Intelligenz dürfe Deutschland nicht zögern. KI verändere Wirtschaft, Arbeit, Bildung, Verwaltung und Wettbewerbsfähigkeit in rasantem Tempo. „KI wartet nicht auf deutsche Prozesse. KI wartet nicht auf Koalitionsausschüsse. KI wartet nicht, bis wir uns ausreichend sortiert haben. Wer jetzt nicht handelt, verliert Anschluss.“
Innovation entsteht nicht durch Verwaltung, sondern durch Mut
De Buhr lädt Bundeskanzler Merz ausdrücklich ein, sich beim BIG BANG KI Festival persönlich ein Bild davon zu machen, welche Energie in Wirtschaft, Mittelstand, Start-ups, Wissenschaft und jungen Talenten steckt.
„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, kommen Sie nach Berlin. Überzeugen Sie sich selbst. Deutschland kann Big Bang. Deutschland kann Aufbruch. Deutschland kann Zukunft.“
Als Vorbild nennt de Buhr Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der bei der Schwesterveranstaltung Adopt AI in Paris regelmäßig Präsenz zeige und der französischen Wirtschaft damit sichtbare politische Rückendeckung gebe. „Genau so ein Signal wünschen wir uns auch für Deutschland. Nicht als Symbolpolitik. Sondern als klares Zeichen: Dieses Land meint es ernst mit KI, Innovation und Zukunft.“
Sein Fazit
„Der Big Bang kommt nicht von allein. Man muss ihn machen. Deutschland braucht nicht weniger Big Bang. Deutschland braucht mehr davon.“
