KI im Mittelstand: Warum Unternehmer jetzt handeln müssen
Viele Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz bereits für einzelne Aufgaben – etwa zum Schreiben von Texten oder für Recherchen. Doch genau darin liegt laut Michael Locher-Tjoa ein Denkfehler. KI ist weit mehr als ein weiteres digitales Werkzeug. Sie verändert Wertschöpfung, Prozesse und Geschäftsmodelle, ähnlich tiefgreifend wie einst das Internet.
Im DUP Business Talk spricht der Microsoft-Manager mit Jens de Buhr darüber, weshalb Unternehmen jetzt eine klare KI-Strategie entwickeln sollten und warum diese Aufgabe längst nicht mehr in der IT-Abteilung, sondern in der Geschäftsführung angesiedelt ist.
KI-Agenten verändern den Arbeitsalltag
Ein Schwerpunkt des Gesprächs sind sogenannte KI-Agenten. Sie übernehmen zunehmend wiederkehrende Aufgaben, bereiten Meetings vor, analysieren Informationen, koordinieren Prozesse und unterstützen Mitarbeitende bei täglichen Entscheidungen.
Auch Locher-Tjoa selbst hat seinen Arbeitsalltag bereits angepasst. Statt morgens zuerst E-Mails zu lesen, startet er heute mit seinem persönlichen KI-Agenten in den Tag. Dieser priorisiert Informationen, bereitet Termine vor und schafft Freiräume für strategische Entscheidungen.
Warum gerade der Mittelstand profitieren kann
Während viele Unternehmer noch darüber diskutieren, ob sie KI einsetzen sollten, stellt sich laut Microsoft längst eine andere Frage: Wie lassen sich mit KI völlig neue Geschäftsmodelle entwickeln?
Anhand einer Fahrschule zeigt Locher-Tjoa anschaulich, wie Künstliche Intelligenz neue Kunden gewinnen, Preise dynamisch optimieren, administrative Abläufe automatisieren und zusätzliche Dienstleistungen ermöglichen kann. Das Beispiel macht deutlich, dass KI weit über Effizienzsteigerungen hinausgeht und neue Umsatzpotenziale eröffnet.
Die größten Fehler beim KI-Einstieg
Viele Unternehmen beginnen ihre KI-Reise mit einzelnen Tools oder Pilotprojekten. Nachhaltiger Erfolg entsteht jedoch erst dann, wenn KI strategisch gedacht wird. Dazu gehören klare Ziele, passende Daten, qualifizierte Mitarbeitende und eine Unternehmenskultur, die Veränderungen aktiv gestaltet.
Gerade mittelständische Unternehmen bringen dafür gute Voraussetzungen mit: kurze Entscheidungswege, hohe Flexibilität und die Möglichkeit, Innovationen schneller umzusetzen als große Konzerne.