Warum KI-Agenten zur neuen Produktivitätsschicht werden
Der Wettlauf um Künstliche Intelligenz wird häufig als technischer Wettbewerb zwischen Modellen erzählt. Doch diese Perspektive greift zu kurz. In der vierten Episode des BIG BANG TECH REPORT spricht Jens de Buhr mit Alvin Wang Graylin darüber, wie sich die Machtverhältnisse im Silicon Valley tatsächlich verschieben und warum das Jahr 2026 weniger durch spektakuläre Roboterbilder als durch unsichtbare, hochautonome KI-Agenten geprägt sein dürfte.
Graylin, der beim Weltwirtschaftsforum in Davos zentrale Entwicklungen aus Wirtschaft, Politik und Technologie zusammenführt, ordnet ein, warum KI gerade dabei ist, sich vom Werkzeug zum Betriebssystem für Arbeit, Handel und Wertschöpfung zu entwickeln.
Der neue Machtkampf zwischen Chips, Plattformen und Standards
Humanoide Roboter stoßen laut Graylin weiterhin an klare Grenzen: fehlende Trainingsdaten, hohe Sicherheitsanforderungen und regulatorische Hürden bremsen ihren Durchbruch. Parallel dazu entstehen jedoch KI-Agenten, die bereits heute eigenständig recherchieren, verhandeln, planen und Transaktionen vorbereiten – und damit eine neue Produktivitätsschicht der globalen Wirtschaft bilden.
Entscheidend sei dabei weniger die Größe der Trainingsmodelle als die Kontrolle über die Inference-Infrastruktur. Chips werden zum strategischen Nadelöhr der KI-Ökonomie. Gleichzeitig entstehen neue Machtblöcke: China baut mit Huawei ein alternatives, nicht NVIDIA-basiertes KI-Ökosystem auf, während westliche Tech-Konzerne mit offenen Standards wie dem Universal Commerce Protocol von Google oder MCP von Anthropic die Grundlagen für ein neues digitales Transaktionssystem legen.
Warum Kooperation dabei wichtiger sein könnte als das Narrativ eines globalen KI-Wettrennens – und welche geopolitischen Folgen diese Entwicklung hat –, diskutieren Jens de Buhr und Alvin Wang Graylin in der aktuellen Folge des BIG BANG TECH REPORT.
