Dr. Albert Schmidbauer baute als Gründer und CEO das Unternehmen Biogena gegen viele Widerstände auf. Er hat rechtzeitig erkannt, dass Gesundheit ein Zukunftsmarkt ist und mit Mikronährstoffen ein Millionen-Unternehmen gebaut. Jetzt will er Anleger überzeugen – mit Longevity, Prävention und einem großen Versprechen: länger leben, besser leben.
Als Dr. Albert Schmidbauer mit Biogena gründete, war das Thema Mikronährstoffe noch weit entfernt vom heutigen Zeitgeist. Prävention, Longevity, Gesundheitskompetenz – all das klang damals für viele Menschen nach einer Nische. Heute steht Biogena beispielhaft für einen Markt, der rasant wächst. Gesundheit ist weltweit zum Lifestyle geworden, aber auch ein unternehmerisches Versprechen: länger leben, besser leben, gesünder leben.
Aktuell wirbt Biogena um neue Aktionärinnen und Aktionäre. Gleichzeitig wurde das Unternehmen als „Unternehmen der Zukunft“ ausgezeichnet. Grund genug, mit dem Gründer und CEO über seine Unternehmergeschichte zu sprechen: über frühe Widerstände, sein erstes Beratungsgespräch, die Kraft der Überzeugung – und die Frage, warum Gesundheit nicht nur ein persönliches, sondern auch ein wirtschaftliches Investment sein kann.
DUP UNTERNEHMER-Magazin: Biogena steht heute für Mikronährstoffe, Prävention, Gesundheitskompetenz und Longevity. Was war der Ursprungsmoment, an dem Sie gesagt haben: Daraus mache ich ein Unternehmen?
Dr. Albert Schmidbauer: Ich habe sehr früh gespürt, dass in unserem Gesundheitssystem etwas Entscheidendes fehlt: Wir sind stark, wenn es darum geht, Krankheiten zu behandeln. Aber wir waren lange nicht stark genug darin, Gesundheit zu erhalten. Mich hat immer die Frage interessiert, warum warten wir, bis Menschen krank werden? Warum schauen wir nicht früher hin? Warum beschäftigen wir uns nicht systematisch damit, was der Körper braucht, um leistungsfähig, widerstandsfähig und gesund zu bleiben? Daraus ist Biogena entstanden. Nicht als kurzfristige Geschäftsidee, sondern aus einer Überzeugung. Ich wollte ein Unternehmen bauen, das Prävention ernst nimmt. Ein Unternehmen, das Wissen, Diagnostik, Beratung und hochwertige Produkte verbindet.
Das klingt heute sehr modern. Aber am Anfang dürfte das nicht der Mainstream gewesen sein.
Schmidbauer: Nein, überhaupt nicht. Wenn man heute über Longevity, Mikronährstoffe oder Prävention spricht, dann ist das gesellschaftlich angekommen. Damals war das anders. Da musste man viel erklären. Da musste man gegen Vorurteile anarbeiten. Viele haben Mikronährstoffe damals in eine Ecke gestellt. Nahrungsergänzung, Vitamine, das wurde oft sehr pauschal betrachtet. Ich habe das anders gesehen. Für mich ging es nie um ein Lifestyle-Produkt. Es ging um die Frage, wie wir Menschen besser verstehen, individueller beraten und gezielter versorgen können. Insofern sind wir tatsächlich gegen den Strom geschwommen. Aber manchmal ist das genau der richtige Weg. Wenn man von etwas überzeugt ist, darf man sich nicht nur daran orientieren, was gerade bequem oder mehrheitsfähig ist.
Sie hatten keinen Plan B. War das Mut – oder eher unternehmerische Notwendigkeit?
Schmidbauer: Beides. Ich glaube, ein Plan B kann manchmal beruhigen. Aber er kann auch gefährlich sein. Wenn man innerlich immer eine Hintertür offenlässt, geht man vielleicht nicht mit letzter Konsequenz nach vorne. Ich hatte für Biogena keinen Plan B. Ich wollte, dass es funktioniert. Und ich glaube, genau diese Haltung war wichtig. Sie fokussiert. Sie zwingt einen, Lösungen zu finden. Sie verhindert, dass man beim ersten Gegenwind sagt: Dann mache ich eben etwas anderes. Unternehmertum braucht diese Entschiedenheit. Nicht Leichtsinn. Aber Klarheit. Wenn man wirklich an eine Sache glaubt, muss man bereit sein, lange daran zu arbeiten.
Das erinnert an Unternehmer und Persönlichkeiten, die sich sehr stark über Zielklarheit definieren. Sie haben Arnold Schwarzenegger einmal als Inspiration genannt. Was fasziniert Sie an ihm?
Schmidbauer: Arnold Schwarzenegger ist eine besondere Persönlichkeit. Nicht, weil man alles von ihm eins zu eins übernehmen müsste. Sondern weil er in seinem Leben immer wieder gezeigt hat, was Zielklarheit, Disziplin und Wille bewirken können. Er kam nicht aus einem Umfeld, in dem ihm alles in die Wiege gelegt wurde. Er hat sich Ziele gesetzt, die viele Menschen für unrealistisch gehalten hätten: im Bodybuilding, in Hollywood und in der Politik. Und er hat immer wieder Wege gefunden, sie zu erreichen. Diese Haltung, sich nicht zu klein zu denken, finde ich beeindruckend. Sich nicht von den Erwartungen anderer begrenzen zu lassen und dann konsequent zu arbeiten.
War das auch ein Vorbild für Ihre eigene Unternehmerhaltung?
Schmidbauer: In gewisser Weise ja. Natürlich ist jedes Leben anders. Aber der Grundgedanke ist ähnlich: Man braucht eine klare Vorstellung davon, wohin man will. Und dann muss man bereit sein, sehr viel dafür zu tun. Viele Menschen überschätzen Ideen und unterschätzen Ausdauer. Eine Idee allein reicht nicht. Entscheidend ist, ob man dranbleibt, auch wenn es schwierig wird.
Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Beratungsgespräch?
Schmidbauer: Ja, sehr gut. Solche Gespräche vergisst man nicht. Weil sie einem zeigen, ob eine Idee wirklich trägt. Am Anfang ist alles sehr persönlich. Man hat keinen großen Apparat, keine bekannte Marke, keine breite Öffentlichkeit. Man hat im Grunde nur seine Überzeugung, sein Wissen und den Menschen, der einem gegenübersitzt. In solchen Gesprächen habe ich gemerkt: Die Menschen suchen Antworten. Sie wollen verstehen, was in ihrem Körper passiert. Sie wollen nicht nur ein Produkt kaufen. Sie wollen Orientierung. Sie wollen ernst genommen werden. Das war für mich ein Schlüsselmoment. Mir wurde klar: Wenn wir Gesundheit wirklich neu denken wollen, müssen wir zuhören, erklären, beraten. Und wir müssen Vertrauen aufbauen.
War Vertrauen von Anfang an der Kern des Geschäftsmodells?
Schmidbauer: Absolut. Gesundheit ist ein sensibles Thema. Da reicht es nicht, ein Produkt ins Regal zu stellen und zu sagen: Das ist jetzt gut für dich. Menschen wollen wissen: Warum brauche ich das? Wie wirkt es? Was passt zu mir? Was ist wissenschaftlich nachvollziehbar? Was ist Qualität? Was ist nur Marketing? Deshalb war für mich immer klar: Biogena muss mehr sein als ein Anbieter von Mikronährstoffen. Wir müssen Wissen vermitteln, Standards setzen, ein Qualitätsversprechen geben –und dieses Versprechen jeden Tag einlösen.
Sie haben auch ein sehr klares Vertriebsverständnis. Ihr Motto lautet sinngemäß: fünfmal Nein akzeptieren. Was meinen Sie damit?
Schmidbauer: Vertrieb bedeutet nicht, beim ersten Nein aufzugeben. Und auch nicht beim zweiten. Ein Nein kann vieles bedeuten. Vielleicht ist der Zeitpunkt falsch. Vielleicht ist der Nutzen noch nicht klar genug. Vielleicht braucht das Gegenüber mehr Vertrauen. Fünfmal Nein akzeptieren und trotzdem den Vertrieb weiterzuführen, heißt nicht, jemanden zu bedrängen. Im Gegenteil. Es heißt, professionell dranzubleiben. Zuzuhören. Nachzufassen. Besser zu erklären. Den richtigen Moment zu finden. Viele Erfolge entstehen nicht beim ersten Kontakt, sondern weil man verlässlich bleibt und nicht beleidigt ist, wenn jemand zunächst ablehnt. Weil man versteht, dass Überzeugung Zeit braucht.
Ist das auch ein Grund, warum Biogena wachsen konnte?
Schmidbauer: Ja. Wachstum entsteht nicht nur durch gute Produkte. Es entsteht durch Beziehungen, Vertrauen, Präsenz und Ausdauer. Gerade wenn man gegen den Strom schwimmt, braucht man ein hohes Maß an Beharrlichkeit. Man muss immer wieder erklären, warum das eigene Thema wichtig ist. Und man muss auch akzeptieren, dass nicht jeder sofort mitgeht. Aber wenn man überzeugt ist, bleibt man dran. Das ist im Vertrieb so. Und im Unternehmertum insgesamt.
Sie haben also nicht zuerst ein Produkt gedacht, sondern ein System?
Schmidbauer: Genau darum geht es. Ein Produkt allein ist austauschbar. Ein System aus Wissen, Beratung, Diagnostik, Qualität und Vertrauen ist deutlich stärker. Wir wollten von Anfang an nicht nur verkaufen. Wir wollten Gesundheitskompetenz aufbauen. Menschen sollen bessere Entscheidungen treffen können. Für sich, für ihre Familien, für ihre Gesundheit. Das ist bis heute ein zentraler Gedanke. Biogena ist nicht aus der Idee entstanden, möglichst schnell möglichst viele Produkte zu verkaufen. Wir sind aus der Idee entstanden, Gesundheit anders zu denken.
Heute sprechen viele Menschen weltweit begeistert über Longevity. Länger leben, besser leben, gesünder leben. Ist das für Sie eine späte Bestätigung?
Schmidbauer: In gewisser Weise ja. Aber ich sehe Longevity nicht als Modewort. Für mich ist es ein sehr ernstes Thema. Es geht nicht darum, dem Alter davonzulaufen,sondern Lebensqualität zu erhalten. Es geht darum, möglichst viele Jahre gesund, aktiv, klar, leistungsfähig und selbstbestimmt zu verbringen. Das ist ein riesiger Unterschied. Die eigentliche Frage lautet nicht: Wie alt werde ich? Die eigentliche Frage lautet: Wie gesund werde ich alt?
Ist das nicht auch ein gesellschaftliches Thema?
Schmidbauer: Ja. Wir werden älter. Die Gesundheitssysteme stehen unter Druck. Chronische Erkrankungen nehmen zu. Gleichzeitig wächst das Wissen darüber, wie stark Ernährung, Mikronährstoffversorgung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement und Prävention unsere Gesundheit beeinflussen. Deshalb ist Longevity mehr als ein Trend. Es ist eine Antwort auf eine der großen Fragen unserer Zeit: Wie organisieren wir Gesundheit in einer alternden Gesellschaft? Ich glaube, wir brauchen einen Perspektivwechsel. Weg von reiner Reparaturmedizin. Hin zu mehr Prävention, mehr Eigenverantwortung, mehr Gesundheitsbildung.
Sie sprechen von Eigenverantwortung. Besteht da nicht die Gefahr, dass Gesundheit zur Privatsache erklärt wird?
Schmidbauer: Das wäre falsch. Natürlich braucht es ein gutes Gesundheitssystem sowie Ärztinnen und Ärzte, Kliniken, Forschung und Versorgung. Aber der einzelne Mensch spielt ebenfalls eine Rolle. Eigenverantwortung heißt nicht: Jeder ist allein zuständig. Eigenverantwortung heißt: Ich verstehe besser, was ich selbst beeinflussen kann. Das ist ein positiver Gedanke. Viele Menschen wollen etwas tun. Sie wollen nicht passiv warten. Sie wollen früher anfangen. Genau dafür brauchen sie Wissen, Orientierung und gute Angebote.
Biogena wurde als „Unternehmen der Zukunft“ ausgezeichnet. Was macht für Sie ein Unternehmen mit Zukunft aus?
Schmidbauer: Ein Unternehmen mit Zukunft braucht mehr als gute Zahlen. Es braucht eine klare Haltung. Es braucht eine Idee davon, welchen Beitrag es leisten will. Für mich gehören mehrere Dinge zusammen: ein relevanter Markt, ein starkes Produktversprechen, Innovationskraft, Qualität, Vertrauen und eine langfristige Vision. Biogena bewegt sich in einem Markt, der weiter wachsen wird. Aber Wachstum allein reicht nicht. Entscheidend ist, ob ein Unternehmen glaubwürdig bleibt, seine Werte behält und den Menschen wirklich dient.
Was ist die unternehmerische Vision hinter Biogena?
Schmidbauer: Ich möchte, dass Biogena zu einer der führenden Marken für präventive Gesundheit und Longevity wird. Auch über den deutschsprachigen Raum hinaus. Wir wollen Menschen helfen, ihre Gesundheit besser zu verstehen. Wir wollen hochwertige Produkte anbieten. Wir wollen Wissen vermitteln. Wir wollen Beratung verbessern. Und wir wollen zeigen, dass Prävention ein zentraler Bestandteil moderner Gesundheit sein muss. Dabei geht es immer um Qualität. Wenn man in der Gesundheit arbeitet, darf man keine Abkürzungen nehmen.
Nun wirbt Biogena aktuell um neue Aktionärinnen und Aktionäre. Warum dieser Schritt?
Schmidbauer: Weil wir weiter wachsen wollen und Menschen einladen möchten, Teil dieser Entwicklung zu werden. Biogena hat eine starke Community. Viele Menschen kennen unsere Produkte, vertrauen der Marke und beschäftigen sich intensiv mit Gesundheit. Für sie ist es naheliegend, nicht nur Kunde zu sein, sondern sich auch an der unternehmerischen Entwicklung zu beteiligen. Es geht also um mehr als Kapital. Es geht auch um Zugehörigkeit und eine Gemeinschaft, die an dasselbe Thema glaubt: Gesundheit als Zukunft.
Sie verbinden damit zwei Investment-Gedanken: das Investment in die eigene Gesundheit und das Investment in ein Unternehmen. Ist das die zentrale Story?
Schmidbauer: Ja, das kann man so sagen. Wer sich mit Prävention beschäftigt, investiert in seine eigene Zukunft. In Energie, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Gleichzeitig ist Gesundheit ein wachsender Markt. Wenn ein Unternehmen in diesem Markt gut positioniert ist, kann daraus auch eine wirtschaftliche Perspektive entstehen. Natürlich sind das zwei unterschiedliche Ebenen. Das eine ist persönlich. Das andere ist unternehmerisch und kapitalmarktorientiert. Aber beide Ebenen haben denselben Kern: Zukunft.
Gesundheit als Investment – ist das nicht auch eine starke Zuspitzung?
Schmidbauer: Ja, aber eine berechtigte. Wir investieren in Ausbildung, Immobilien, Technologie oder Altersvorsorge. Warum sollten wir nicht auch viel bewusster in Gesundheit investieren? Ohne Gesundheit verliert vieles andere an Wert. Gesundheit ist die Grundlage für Leistungsfähigkeit, Lebensfreude und Selbstbestimmung. Deshalb glaube ich: Gesundheit wird künftig noch stärker als Vermögenswert verstanden. Nicht im kalten finanziellen Sinn, sondern als Lebenskapital.
Biogena bewegt sich in einem Markt, in dem viel versprochen wird. Wie wichtig ist Abgrenzung?
Schmidbauer: Sehr wichtig, denn der Markt wächst. Und wo ein Markt wächst, kommen viele Anbieter hinzu. Aber gerade deshalb wird Qualität entscheidend. Wir müssen immer wieder zeigen, wofür Biogena steht: für wissenschaftliche Orientierung, hochwertige Rohstoffe, sorgfältige Entwicklung, Beratung und Verantwortung. Vertrauen entsteht nicht durch große Worte. Vertrauen entsteht durch Konstanz. Durch Erfahrung. Durch Qualität. Und durch die Bereitschaft, sich messen zu lassen.
Sie sind Unternehmer. Gab es Momente, in denen Sie gezweifelt haben?
Schmidbauer: Natürlich gibt es solche Momente, jeder Unternehmer kennt sie. Man baut etwas auf, man geht Risiken ein, man trifft Entscheidungen unter Unsicherheit. Aber Zweifel sind nicht automatisch negativ. Sie zwingen einen, genauer hinzuschauen und schützen vor Übermut. Entscheidend ist, dass man den Zweifel nicht die Richtung bestimmen lässt. Wenn die Grundüberzeugung stark ist, kann man schwierige Phasen durchstehen. Bei Biogena war diese Grundüberzeugung immer da.
Was war rückblickend die wichtigste unternehmerische Entscheidung?
Schmidbauer: Nicht dem schnellen Erfolg hinterherzulaufen. Wir haben immer versucht, langfristig zu denken. Qualität vor Abkürzung zu stellen, Vertrauen vor kurzfristiger Maximierung, Substanz vor Oberfläche. Das klingt einfach, ist aber im Alltag anspruchsvoll. Gerade wenn ein Markt wächst, ist die Versuchung groß, schneller zu werden, breiter zu werden, lauter zu werden. Aber eine Marke im Gesundheitsbereich muss glaubwürdig bleiben. Das ist ihr wichtigstes Kapital.
Was treibt Sie persönlich an?
Schmidbauer: Mich treibt die Idee an, dass wir Gesundheit besser machen können. Dass wir Menschen früher erreichen können. Dass wir ihnen Wissen geben können, bevor Probleme entstehen. Ich finde es faszinierend, wie viel der Mensch selbst beeinflussen kann, wenn er die richtigen Informationen und Werkzeuge hat. Und mich treibt Unternehmertum an. Etwas aufzubauen. Menschen mitzunehmen. Eine Vision in Strukturen, Produkte und Wirkung zu übersetzen.
Wenn Sie heute einem jungen Unternehmer begegnen würden, der gegen den Strom schwimmt – was würden Sie ihm sagen?
Schmidbauer: Er sollte prüfen, ob seine Überzeugung wirklich trägt. Gegen den Strom zu schwimmen ist kein Wert an sich. Man kann auch einfach falsch liegen. Aber wenn man ein echtes Problem sieht, wenn man eine bessere Lösung hat und wenn man bereit ist, langfristig daran zu arbeiten, dann sollte man sich nicht zu früh entmutigen lassen. Viele gute Ideen wirken am Anfang unbequem. Manche Märkte entstehen erst, weil jemand bereit ist, lange genug an eine Sache zu glauben. Und ich würde ihm sagen: Halte dir nicht zu viele Hintertüren offen. Ein Plan B kann manchmal dazu führen, dass Plan A nicht die volle Energie bekommt.
Was soll Biogena in zehn Jahren sein?
Schmidbauer: Ein Unternehmen, das Gesundheit weiter nach vorne gebracht hat. Eine Marke, der Menschen vertrauen. Ein europäischer Qualitätsanbieter mit internationaler Relevanz. Und ein Unternehmen, das zeigt, dass Prävention, Wissenschaft, Unternehmertum und wirtschaftlicher Erfolg zusammenpassen. Wenn wir dazu beitragen, dass Menschen gesünder älter werden und mehr Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen, dann ist das eine sehr starke Perspektive.
Was ist für Sie Wohlstand?
Schmidbauer: Wohlstand ist mehr als Geld. Wohlstand ist Freiheit. Gesundheit. Zeit. Energie. Die Möglichkeit, das eigene Leben aktiv zu gestalten. Natürlich gehört wirtschaftlicher Erfolg dazu, aber ohne Gesundheit ist Wohlstand unvollständig. Deshalb glaube ich: Die Zukunft gehört Unternehmen, die echten Nutzen stiften. Unternehmen, die nicht nur Produkte verkaufen, sondern einen Beitrag leisten. Genau das ist unser Anspruch mit Biogena.
