
Ist das nun ein Kreuzfahrtschiff? Oder doch die Yacht eines Multimilliardärs, der am liebsten im großen Stil mit Family & Friends unterwegs ist? Nun, die Wahrheit liegt wohl dazwischen. Denn die Scenic Eclipse II mutet zwar an wie eine Yacht, bietet aber in Wirklichkeit 228 Gästen sehr viel Raum. Zum Entdecken, zum Entspannen, zum Genießen. An Bord ist (fast) alles inklusive. Und das auf einem sehr hohen Level.
Als die Scenic Eclipse II bei ihrem Premierenbesuch in Hamburg Richtung Cruise Gate Center in der Hafencity steuert, ist das Publikum an Land entsprechend überrascht von der schlanken Linie des Schiffs. Und viele ahnen nicht, dass man damit bis ins ewige Eis reisen kann. Denn genau das gehört zum Konzept. Die Scenic Eclipse II ist eine Discovery Yacht und macht – wie ihr Schwesterschiff – aus einem Expeditionstrip ein ultra-luxuriöses Gesamterlebnis. Wobei die jüngere der zwei noch eine Schippe drauflegt.
Neue Sky Bar, mehr Luxus

Beide einen die Eckdaten und das Konzept. Auf rund 168 Metern Länge verteilen sich 114 Suiten, alle mit Veranda und Butlerservice. Das verspricht sehr viel mehr Privatsphäre als auf riesigen Kreuzfahrern. Die Suiten beginnen bei respektablen 32 Quadratmetern Fläche und reichen bis zur Owner's Two-Bedroom Penthouse Suite mit stolzen 247 Quadratmetern. Ein eigener Whirlpool auf der weitläufigen Privatterrasse gehört ebenso dazu wie ein Esstisch. Die Suite wirkt edel und man könnte meinen, gar nicht auf einem Schiff zu sein, wäre da nicht der Ausblick durch die großflächige Verglasung.
Wer möchte, könnte darin seine ganze Reise verbringen. Eine gute Idee wäre es nicht. Denn an Bord gibt es einiges zu entdecken. So locken zehn kulinarische Angebote, darunter das Hauptrestaurant „Elements“ mit italienischer Küche, Steaks und Seafood, französisches Fine Dining im „Lumière Restaurant & Champagne Bar“ und beim „Koko’s Asian Fusion“ verrät der Name, wohin die Genussreise geht. Ein Chef’s Table mit Blick in die Küche kann für zehn Gäste ebenso reserviert werden wie die Teilnahme an Wein- und Kochkursen. Und auf Deck 10 punkten die neue Sky Bar mit Innen- und Außenplätzen sowie ein kleiner Swimmingpool mit Gegenstromanlage.

Zwei Helikopter, ein U-Boot
Von da geht es runter zum Heck, wo einer der beiden Hubschrauber an Bord wartet. Diese kommen zum Einsatz, um die Landschaft von oben erleben zu können, was den Radius des Schiffes nochmals deutlich erweitert. Das weiterentwickelte U-Boot der Scenic Eclipse II ist leider hier in Hamburg nicht an Bord, kommt aber bei den zahlreichen Touren regelmäßig zum Einsatz. Und eröffnet eine weitere Dimension beim Erkunden der Vielfalt unter Wasser – zum Beispiel in der Antarktis.
Denn dort spielt die Scenic Eclipse II ihren größten Trumpf aus. Neben anderen internationalen Destinationen kann sie als Kaltwasserschiff Arktis und Antarktis auch für Expeditionen ansteuern. Die entsprechende Ausrüstung für Landgänge ist ebenso an Bord wie eine Reihe von Zodiacs, Schlauchboote mit festem Rumpf. Bis zu 20 Naturforscher, Geologen und Meeresbiologen stehen den Gästen zur Seite, um sie bei Ausflügen zu begleiten und ihnen die Natur näherzubringen. Bei der Rückkehr an Bord finden die körperlichen Anstrengungen der Tour im Senses Spa einen Ausgleich. Dazu laden ein Infrarotbereich mit Blick aufs Meer und eine Salt Therapy Lounge ein.

Ultra-All-Inclusive und ein bisschen extra
Zum Konzept der Scenic Group gehört, dass die allermeisten Leistungen im Reisepreis enthalten sind – Restaurants, Ausflüge und die Begleitung durch Experten. Helikopter und U-Boot kosten extra, ebenso eine Auswahl von Weinen aus der „Chairman’s Cellar List“. Ganz oben rangiert hier ein Château Lafite-Rothschild von 1998 für 1.750 US-Dollar pro Flasche. Aber was kostet eine ganze Reise? Ein Beispiel: Für den Antarktis-Trip über Heiligabend in diesem Jahr begannen die Preise bei 17.545 Euro pro Person – White Christmas garantiert inklusive. Die Fahrt ist nur noch auf Anfrage und mit Glück buchbar.

Und was bekommt man nicht auf der Scenic Eclipse II? „Ein Captain’s Dinner wird es bei uns nie geben, und auch Smoking und Abendkleid kann man getrost zu Hause lassen“, sagt Dominika Lange, Sprecherin der Scenic Group. „Wir mögen Luxus, aber unaufgeregt und leger.“
Mehr unter scenic.cruises





