
Großflächige Porträts und bunte Kollagen prangen an Hausfassaden im Stadtteil Marvila, eine überdimensionale Katze hat ihr Zuhause auf dem Platz der Nationen gefunden – und die etablierte LX Factory präsentiert sich direkt unter dem Ausläufer der Ponte 25 de Abril als kreatives Zentrum und Besuchermagnet – mit 33 Concept Stores, Designstudios, Restaurants, Cafés und einem handwerklichen Flohmarkt.
Keine Frage: Lissabon zeigt sich damit von einer weiteren, spannenden Seite. Denn mit Street Art, Kunst und Kultur weiß die portugiesische Hauptstadt heute mehr denn je zu punkten. Neben all den Eigenschaften, die sie ohnehin für Reisende attraktiv machen.
Mehrfach ausgezeichnet

Schließlich besticht Lissabon seit Jahren mit einem elektrisierenden Mix aus Gastfreundschaft, Genuss, Lebensfreude, Licht und Atmosphäre. Das zieht Jahr für Jahr mehr als 6 Millionen internationale Besucher an. Die Stadt am Tejo hat sich in die Top Ten der europäischen Reiseziele hochgearbeitet, wurde bei den World Travel Awards 2024 zur „Europe’s Leading City Destination" gekürt und erhielt auch den Titel „World's Best City Break Destination" 2025. Und auch für langfristig Interessierte ist Lissabon eine gute Adresse, belegt nach einem Bericht des Beratungsunternehmens PwC Platz 11 der attraktivsten europäischen Städte für Immobilieninvestitionen 2026.
Abseits der Besucherrouten
Und die Stadt der sieben Hügel entwickelt sich stetig weiter. Ist doch bekanntlich nichts spannender als der Wandel. Mit Marvila konnte sich abseits der üblichen Besucherrouten ein neues Kulturviertel etablieren. Es steht für Aufbruch, Vielfalt und die kreative Zukunft Lissabons. Geprägt von Industrie, hat sich hier eine alternative, künstlerische Szene entwickelt. Dabei spielt das Areal „8 Marvila“ die Hauptrolle als multikulturelles Zentrum.
In weiteren Rollen: die Fábrica Braço de Prata mit ihrem Kulturprogamm, die Werkstätten der Fábrica Moderna und das Underdogs mit urbaner Kunst. Doch damit nicht genug: Auch die Umgebung entwickelt sich. So lockt die Mikro-Brauerei Dois Corvos mit Craft Bier und einem eigenen Tap Room zum Probieren; es entstanden vielfältige Restaurants und angesagte Bars wie das „Quiosque Lamiré“ am Ufer des Tejo. Ein einfacher Hafencontainer mit Selbstbedienung, Food & Drinks. Dessen Terrasse gewährt einen spektakulären Blick auf Fluss und Ponte Vasco da Gama, eine der beiden großen Brücken, die den Strom überqueren.

Am Ufer entlang
Folgt man dem Tejo, geht es vorbei an Kreuzfahrtterminals, dem berühmten Praça do Comércio, einem der weltbekannten Wahrzeichen Lissabons – bis zum Bahnhof Cais do Sodré, von dem die Linha de Cascais entlang des Flusses in den gleichnamigen, noblen Badevorort Lissabons führt. Einem weiteren Pluspunkt für all jene, die Stadt- und Strand-Urlaub verbinden möchten.
Der Weg dorthin zeugt von Gegenwart, Vergangenheit und sehr viel Potenzial. Unweit des Bahnhofs haben einige Restaurants und Bars am Tejo-Ufer geöffnet, darunter das originelle Titanic Sur Mer – Veranstaltungsort für unterschiedlichste Events, aber auch unkompliziert für einen Drink am Nachmittag. Aber es gibt es auch eine Reihe von Locations, die zugesperrt im Dornröschenschlaf liegen. Etwas weiter flussabwärts wird es dann wieder spannend, besonders wenn man Alcântara erreicht.
LX Factory und MAAT

Das Viertel hat sich zu einem beliebten Hotspot entwickelt – mit Restaurants, Bars und Clubs, zum Beispiel am kleinen Yachthafen Docas de Santo Amaro, einem beliebten Ausflugsziel. Einige hundert Meter entfernt liegt die LX Factory. Sie hat in den alten Gemäuern einer Textilfabrik aus dem 19. Jahrhundert Einzug gehalten und beherbergt eine bunte Mixtur aus Kreativität, Kunst, Kultur – und auch Kommerz. Und schreibt dabei typische Geschichten. Wie die der Juwelier Manufaktur Bergue, der den Nachnamen von Anne und Mathilde trägt. Sie, Mutter und Tochter, hatten die Idee zu ihrer Neugründung in der Küche eines Apartments in Lissabon. Und starteten in der LX Factory, mittlerweile gibt es einen zweiten Laden in Chiado.
Wer die LX Factory ansteuert, sollte auch einen Besuch des nahen MAAT einplanen. Das Museum für Kunst, Architektur und Technologie verfügt über „Garden“, die historischen Backsteinbauten des „Central“ und die „Gallery“– einem faszinierenden wellenförmigen Bau der englischen Architektin Amanda Levete, der 2017 eröffnet wurde. Zu finden ist hier eine sehenswerte Mischung aus Wissenschaft, Kunst und Kultur. Das Museum liegt – natürlich – direkt am Ufer des Tejo …





