Die hohen Spritpreise und reihenweise gecancelte Flüge sind nicht die einzigen Gründe, sich mal wieder auf das Naheliegende zu besinnen: Dänemark, Österreich, Belgien und Tschechien empfehlen sich nicht nur für die üblichen Städtetrips nach Kopenhagen, Wien, Brüssel und Prag – unsere Nachbarländer bestechen auch mit außergewöhnlich schöner Natur. Je nachdem, wo man in Deutschland startet, ist man in wenigen Stunden und mit nur einer Tankfüllung am Ziel.

Die vielleicht schönste Seite der Ostsee
Knapp zwei Autostunden von Kopenhagen entfernt, erreichbar via Fähre oder Brücke, liegt die dänische Insel Møn mit ihren charakteristischen Kreidefelsen, die seit Juli 2025 offiziell zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Die spektakuläre Küste ist jedoch nur eines von vielen Argumenten für einen Besuch der dänischen Insel, die in Sichtweite ihrer großen Schwester Rügen liegt.

Wer Lust auf Outdoor-Aktivität hat, kommt hier voll auf seine Kosten: Für Wander-Fans lohnt sich der kurze, aber steile Pfad auf den 143 Meter hohen Aborrebjerg, von dem aus man einen wunderbaren Rundumblick hat. Eine Wanderung auf den sechs Kilometer langen Steilklippen gehört fast schon zum Pflichtprogramm. Beim Kajakfahren oder Segeln kann man sich eine große Brise Seeluft holen, wer noch mehr Action will, darf sich über wilde Mountainbike-Trails freuen. Außerdem kann man auf Møn etwas erleben, was man als Großstädter schon fast vergessen hat: Fernab künstlicher Lichtquellen sieht man im Dark Sky Park Møn nachts einen der klarsten, schönsten Nachthimmel ganz Europas.
Im malerischen Hafen von Møns Klint sollte man unbedingt einmal frischen Fisch essen – alternativ gibt’s aber auch Steak vom regionalen Hereford-Rind. Schon ein Wochenende auf Møn lädt die Batterien wieder auf, mit ganz viel Entschleunigung und Ruhe mitten in der Natur. Wenn man mehr Zeit hat, umso besser. Tipp: die Übernachtung in der „Villa Huno“ am gleichnamigen See. Neben Hotel-Apartments für Paare oder Familien in stilvollem skandinavischem Design kann man hier auch in komfortablen Glamping-Zelten schlafen – naturnäher geht’s ja wohl kaum.
Träumen und genießen im Tannheimer Tal

Es gibt doch wenig, das so sehr erdet, wie der Blick auf ein imposantes Bergpanorama. Und dafür muss man, vor allem aus dem Süden Deutschlands, niemals weit reisen. Direkt hinter der Grenze liegt das 16 Kilometer lange Tannheimer Tal, in dem man dank Ost-West-Ausrichtung bei gutem Wetter von morgens bis abends Sonnenschein genießt. Den kann man nutzen, um in anderthalb Stunden entspannt um den Haldensee zu spazieren, etwa genauso lang dauert die Umrundung des Höfer Sees – hier spendet der Wald im Hochsommer angenehmen Schatten, das klare Wasser lädt zum Baden ein.

Wer hoch hinaus will, kann Gimpel, Kellenspitze, Gehrenspitze und Gaishorn erklimmen, alle über 2.000 Meter hoch, letzterer mit besonders spektakulärem Panorama. Weil frische Luft (und Bergluft im Besonderen) bekanntlich hungrig macht, sollte man vorausschauend einen Platz im Sterne- pardon, Haubenlokal „Alps & Ocean“ im Hotel Sonnenhof reservieren. Hier gibt es das Beste, was Land und Wasser kulinarisch zu bieten haben, und zwar auf Fine-Dining-Niveau. Übrigens: Die Weinkarte wurde 2022 als beste Österreichs ausgezeichnet …
Naturverbundenen Wellness-Fans sei das Hotel „Der Enge“ besonders ans Herz gelegt: Die Zimmer und Suiten zeichnen sich durch Verwendung von Naturmaterialien wie Fichtenholz, Lehm und Leinen aus. Das über 8.000 qm große Organic Spa umfasst zehn Saunen und fünf Pools – einer davon ist ein Bergsee.
Zwischen Hochmoor und Wildwasser in der Wallonie
Es soll ja Menschen geben, die alleine für eine Portion Moules-frites oder für belgische Pralinen einmal kurz aus Rheinland-Pfalz oder NRW über die Grenze fahren. Gleichzeitig gilt die Wallonie im Süden Belgiens noch immer als echter Geheimtipp. Auf dem Fluss Lesse kann man kilometerlange Kanu-Touren vorbei an Felsen und alten Burgen unternehmen, die kleineren Stromschnellen machen Spaß und sind auch für Kinder zu bewältigen.

Die dichten Wälder laden zum Trailrunning, Mountainbiking oder einfach zum Spazieren ein. Das Hohe Venn ist mit 600 Quadratkilometer das größte Hochmoor Europas, welches man dank zahlreicher Holzstege trockenen Fußes erkunden kann. Bei so viel unberührter Natur verwundert es nicht, dass sich in Wallonien auch besonders schöne, naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten finden: vom transparenten Kugelzelt mit Blick auf den Sternenhimmel („Chant des Etoiles“ in Spa) über Lodges auf Stelzen an einem See („Aqualodge“ in Mettet) oder Baumhäuser im Öko-Resort mit Sauna und Schwimmbad („Your Nature“ in Antoing).

Stärken kann man sich in Wallonien auch ganz hervorragend, zum Beispiel mit Ardenner Schinken und Bier – in kaum einer anderen Region der Welt dürfte die Vielfalt an Biersorten so groß sein wie hier.
Durchatmen und Waldbaden in Tschechien
Gar nicht weit hinter der östlichen Grenze, etwa auf Höhe von Bayreuth, liegt Marienbad – mit Karlsbad und Franzensbad einer der drei traditionsreichen Kurorte, die Westböhmens Gesundheitstourismus prägen. Seit 2021 zählen sie als Teil der „Great Spas of Europe“ sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zwischen den drei Kurorten liegt der Kaiserwald, dessen gut 800 qm Fläche zum Radfahren und Wandern einlädt. Die Ruhe des Kaiserwaldes eignet sich auch hervorragend für Shinrin Yoku: Schon seit den 80er Jahren ist das Waldbaden in Japan eine anerkannte Naturheilmethode zum Abbau von Stress, zur Stärkung des Immunsystems und der mentalen Gesundheit.
Auch das Klima in Marienbad gilt offiziell als gesundheitsfördernd, von den zahlreichen sauren Heilquellen in der Region heißt es, sie könnten bei allen möglichen körperlichen Beschwerden Linderung verschaffen.
Das „Falkensteiner Spa Resort Marienbad“ vereint das Beste aus allen Welten: von angeleitetem Waldbaden über Massagen und andere Anwendungen bis zum kompletten Longevity-Programm für ein gesünderes, längeres Leben. Hier findet man so ziemlich alles, was man braucht, um sich rundum wohlzufühlen, gekrönt von gesundheitsbewusster, saisonaler Küche.


