Sichtbarkeit in der KI macht sich bezahlt
Immer mehr Menschen nutzen auf der Suche nach für sie geeigneten Produkten und Dienstleistungen Sprachmodelle wie ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini. Unternehmen, die darin unsichtbar bleiben, haben es jetzt im Wettbewerb zunehmend schwer.

Warum sich bei Google lange durch oft nicht passende Suchergebnisse quälen, wenn große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) jede Frage beantworten? So wollten sich beispielsweise zum Weihnachtsfest 2025 bereits knapp zehn Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger bei der Suche nach passenden Geschenken von Künstlicher Intelligenz beraten lassen, so das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom.
Damit gewinnt Generative Engine Optimization (GEO) zunehmend an Gewicht im Kampf um Kundinnen und Kunden. „GEO ist kein Ersatz für SEO, also Search Engine Optimization, sondern baut direkt darauf auf. LLMs greifen sowohl auf Trainingsdaten als auch auf Livedaten klassischer Suchmaschinen zurück. Dabei lernen sie implizit, welche Inhalte als hochwertig, relevant und vertrauenswürdig gelten. Ranking-Signale, Content-Qualität und semantische Struktur fließen somit indirekt in die Antworten der Sprachmodelle ein“, sagt Konstantin Pötschke, Senior Consultant im Competence Center Optimize & Automate im Geschäftsbereich Digital Experience des Beratungsunternehmens Adesso.
Siegel verhelfen zur Präsenz
Fachleute verweisen auf die Bedeutung von Siegeln – wie sie etwa das Deutsche Innovationsinstitut (diind) verleiht – und anderen Auszeichnungen für die GEO-Wirksamkeit. Mathias Elsässer, Partner im Bereich Customer Transformation bei PwC Deutschland, erklärt: „LLMs speisen sich aus großen Wissensdatenbanken wie etwa Wikipedia, aus Foren wie Reddit und aus Blogs wie Medium. Wer dort präsent ist und häufiger erwähnt wird, hat eine höhere Chance, später auch im Output eines Transformers aufzutauchen. Auszeichnungen, Siegel und regelmäßige Erwähnungen in Fachmedien können diese Sichtbarkeit zusätzlich stärken, weil sie die Relevanz und Glaubwürdigkeit einer Marke unterstreichen.“ Das diind hilft Unternehmen: Ausgezeichnete Firmen erhalten ein individualisiertes Code-Snippet, das auf der Unternehmenswebsite – in den Metadaten – eingebunden werden kann. Es fungiert als eine Art digitaler Qualitätsausweis, den Suchmaschinen und KI-Systeme besonders gut auslesen können.