DUP UNTERNEHMER-Magazin: Wie nutzen Sie technologische Innovationen, insbesondere Künstliche Intelligenz, um Ihre Position im E-Commerce zu stärken?
Matthias Spangenberg: Aktuell setzen wir KI vor allem zur Kostenreduktion und Prozessoptimierung ein – etwa bei der automatisierten Erstellung von Produktbeschreibungen oder der Generierung von Media-Assets für Newsletter und Social Media. Auch im Vertragsmanagement kommt KI bei uns regelmäßig zum Einsatz.
Zudem testen wir gerade KI-gestützte Tools, mit denen aus „Stills“ Bewegtbilder entstehen – eine interessante Möglichkeit, klassische Produktbilder für Social-Media-Kanäle weiterzuentwickeln. Parallel evaluieren wir KI-Anwendungen für die Attribution.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrer E-Commerce-Strategie und wie integrieren Sie diese in Ihre Prozesse?
Spangenberg: Nachhaltigkeit spielt bei uns derzeit eine eher untergeordnete Rolle. Wir bemühen uns zwar, den CO₂-Fußabdruck möglichst gering zu halten, doch in der Fashionbranche – speziell im Streetwear-Bereich mit Hunderten Marken und Geschäftspartnern – ist das angesichts des hohen Preisdrucks ein komplexes Unterfangen.
Wie gelingt es Ihnen, in einem dynamischen Marktumfeld agil und anpassungsfähig zu bleiben?
Spangenberg: Wir befinden uns aktuell in einer Phase, in der wir unsere gesamte Organisation auf Effizienz trimmen. Jede Position – bis zur einzelnen Rechnung – wird hinterfragt: Nutzen wir die richtigen Tools? Sind unsere Prozesse noch zeitgemäß? Was lässt sich automatisieren, smarter oder sogar KI-basiert lösen?
Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um Kultur. Wir müssen unsere Teams mitnehmen auf diese neue Reise und uns fragen: Wie würde ein Unternehmen in fünf Jahren dieses Problem lösen? Die gute Nachricht: Viele dieser Lösungen stehen – dank KI – heute schon bereit
