BIG BANG Nürnberg Management Summit

Wie Deutschland wieder führend werden kann

Amerika investiert. China baut. Und Deutschland verwaltet. So das aktuelle Bild der Wirtschaftswelt. Und was macht der deutsche Mittelstand? Er kämpft vielerorts noch immer mit Genehmigungen, Regulierung und einer politischen Kultur der Vorsicht. Genau gegen diesen Stillstand richtet sich der „Aufruf von Nürnberg“, der auf dem BIG BANG Nürnberg Management Summit 2026 formuliert wird – als Manifest für mehr Mut, mehr Tempo und einen neuen wirtschaftlichen Aufbruch.

Eine Person auf einer Bühne hält einen Vortrag zum Thema Wirtschaftsstandort Deutschland

11.06.2026

Der BIG BANG Nürnberg Management Summit will bewusst mehr sein als eine klassische Wirtschaftskonferenz. Unternehmerinnen, Unternehmer und Vordenker formulieren auf den beiden Bühnen keinen politischen Forderungskatalog, sondern einen Weckruf an den Standort Deutschland. Die Botschaft: Deutschlands industrielle Stärke darf nicht länger verwaltet, sondern muss mit KI, Digitalisierung und unternehmerischem Ehrgeiz neu entfacht werden.

Im Zentrum steht dabei die Formel „Zurück nach vorn“. Gemeint ist damit eine Rückbesinnung auf Tugenden, die den Standort Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten stark gemacht haben: Verantwortung, Leistungsbereitschaft, Ingenieursgeist und der Wille, Zukunft aktiv zu gestalten. Der „Aufruf von Nürnberg“ fordert schnellere Entscheidungen, mehr Technologieoff enheit und eine neue Kultur des Möglichmachens. Gerade diese Mischung aus wirtschaftlicher Dringlichkeit und Aufbruchsrhetorik dürfte vielen Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Herzen sprechen. Dahinter steht die viel größere Frage: Traut sich Deutschland noch Zukunft zu? Im Folgenden die Antworten der Speaker.

Dr. Markus Söder
Ministerpräsident des Freistaats Bayern, Parteivorsitzender der CSU

»Mein Wunsch für Deutschland 2030 ist klar: Wir müssen wieder ein Land sein, in dem sich Leistung lohnt, Innovation entsteht und Unternehmen investieren – weil die Rahmenbedingungen stimmen.«

Katrin Adt
CEO Dacia Brand, Member Renault Group‘s Leadership Team, Renault Group

»Ich wünsche mir, dass wir als Gemeinschaft mit Optimismus Veränderungen als Chancen nutzen, dass wir uns auf unsere Stärken besinnen und wieder ein Motor der Demokratie und des Wohlstands werden. Und dass wir verstehen, dass wir nur gemeinsam die Zukunft unseres Landes positiv gestalten können.«

Dr. Roland Busch
Präsident & CEO, Siemens

»Wenn wir mit Tempo, Mut und Willen gemeinsam handeln, wenn wir unsere Stärken zusammenbringen – die Menschen, die Unternehmen und die Politik –, dann kann Deutschland wieder führend werden. Dann wird Deutschland zeigen: Industrielle Zukunft ist made in Germany.«

Heike Freund
COO, Marvel Fusion

»Ich wünsche mir ein Deutschland, das unternehmerischen Mut lebt, das Innovation und technologischen Fortschritt belohnt, die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Politik und Wirtschaft stärkt und Unternehmertum von klein auf fördert.«

Miguel Ángel López Borrego
CEO, Thyssenkrupp

»Ich wünsche mir mehr Offenheit für Innovationen und für die Expertise aus Wirtschaft und Wissenschaft. Weniger Mikro, mehr Makro: Wir brauchen jetzt entschlossene gemeinsame Schritte. Politik und Industrie müssen Hand in Hand arbeiten, um die Chancen zu nutzen und die Herausforderungen zu meistern.«

Prof. Dr. Robert Mayr
CEO, Datev

»Für Deutschland im Jahr 2030 wünsche ich mir einen starken Mittelstand und eine datengestützte Wirtschaftspolitik. Wenn wir Digitalisierung konsequent nutzen, Bürokratie mutig abbauen und Entscheidungen datenbasiert treffen, stärken wir nicht nur Unternehmen, sondern den Wirtschaftsstandort als Ganzes.«

Jil Hellmann Regouby
Boardmember Hellmann Worldwide

»Bis 2030 wünsche ich mir ein Deutschland, in dem wir alle – als überzeugte Demokratinnen und Demokraten, entschlossene politische Köpfe und mutige Gestalterinnen und Gestalter – gemeinsam zeigen, dass wir nicht nur groß denken, sondern auch groß handeln.«

Julius Kirchner
CEO, Fränkische Group

»Mehr Mut zur Veränderung, Vertrauen in unsere Stärke und wieder mehr Eigenverantwortung. Das wünsche ich mir für Deutschland 2030.«

Markus Thoma
CEO Leoni Cable Solutions, Managing Director Leoni Kabel

»Mein Wunsch für Deutschland im Jahr 2030: Wir sind grüner, selbstbewusster, unternehmerischer.«

Die Transformation – technologisch wie digital – ist längst Realität

Jochen Geis
Geschäftsführender Gesellschafter / Managing Partner, Geis Group

»Liebes Deutschland, ich wünsche mir, dass du 2030 wieder den Mut hast, Entscheidungen zu treffen, statt dich hinter Regeln und Bedenken zu verstecken. Und dass dabei Fehler nicht als Scheitern gelten, sondern als Teil von Entwicklung.«

Jens Drewes
CEO, Hellmann Worldwide Logistics

»Gerade in den Bereichen Digitalisierung und KI entscheidet sich unsere Zukunft. Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir Offenheit für internationale Fachkräfte und Rahmenbedingungen, in denen sich Leistung lohnt. Nur so lassen sich Wachstum und Innovationskraft nachhaltig sichern.«

Marion Oswald
Ehemals Investment Partner, Franz Haniel & Cie. GmbH

»Mein Wunsch für 2030 ist ein Land, das Investoren überzeugt: durch weniger Staat und Bürokratie, bessere Rahmenbedingungen und den klaren Willen, Innovation und Wachstum wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Ziel muss es sein, auch internationales Kapital zurückzugewinnen.«

Birgit Potrafki
CFO, Salzgitter

»Im Jahr 2030 zeigt sich, dass Deutschland den internationalen Wettbewerb nicht nur angenommen, sondern aktiv gestaltet hat. Die Transformation – technologisch wie digital – ist längst Realität und bildet dann das Fundament eines starken, resilienten industriellen Kerns.«

Dr. Christopher Jahns
Founder & CEO, XU Group

»Ich sehe in den USA Führungskräfte, die täglich aktiv prüfen, wo KI sie ersetzen könnte. Wenn wir KI in Deutschland weiterhin so zögerlich behandeln, ist der Verlust unseres Wohlstands keine Gefahr mehr, sondern Realität. Mein Wunsch: dass wir endlich wieder den Mut haben zu handeln, statt Ausreden zu verwalten.«

Sabine Nallinger
Vorständin, Managing Director, Stiftung KlimaWirtschaft

»Wandel wagen, Wettbewerb gewinnen! Mein Wunsch für das Jahr 2030 ist ein Deutschland, das Pioniergeist statt Stillstand lebt. Wir bauen intelligente Infrastruktur anstelle maroder Brücken und setzen auf unternehmerische Tatkraft statt Zögerlichkeit. Wir erhalten nicht nur den Industriestandort
– wir erfinden ihn neu.«

Dr. Jeanette von Ratibor
Geschäftsführerin Finanzen/IT, Die Autobahn GmbH des Bundes

»Deutschland muss schon heute den Mut aufbringen, seine Infrastruktur mit neuen, auch digitalen Lösungen grundlegend zu erneuern. Nur wenn wir alle Verkehrsträger in einem intelligent vernetzten Ökosystem zusammenführen, schaffen wir Mobilität, die Wirtschaft, Menschen und Europa gleichermaßen stärkt.«

Sabine Scheunert
Managing Director, Dassault Systèmes

»Mein Wunsch: ein Deutschland, das Innovation nicht nur diskutiert, sondern gestaltet. Das Forschung schneller in Wertschöpfung übersetzt, Start-ups wachsen lässt und seine industrielle Stärke konsequent mit KI, Digitalisierung und neuen Technologien verbindet. Wir haben alles dafür: Forschung, Mittelstand, Ingenieurskunst und Kreativität.«

Gespannte Atmosphäre: Der „ Aufruf von Nürnberg“ prägt die Debatten des Summits über KI, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

Dr. Christina Harbauer
Co-Founder und CCO, EASE

»Mein Wunsch ist ein Wirtschaftsstandort, der den Menschen wieder konsequent ins Zentrum von Innovation stellt. Ergonomie, Gesundheit und Leistungsfähigkeit stehen nicht im Widerspruch zu KI, Automatisierung und humanoider Robotik – sie sind ihre notwendige Ergänzung.«

Julia Zantke
Business Area President, Sweco

»2030 wünsche ich mir ein mutiges, vorwärtsgewandtes Deutschland, in dem auch kommende Generationen in einer zukunftsfähigen Gesellschaft mit Freude, Wertschätzung und Gestaltungskraft aufwachsen.«

Simone Nierhaus
Chief Commercial Officer, Flyeralarm

»Mein Wunsch für Deutschland 2030 ist eine Kultur des Möglichmachens – mit dem Mut, Dinge aktiv zu gestalten, statt sie aus Bequemlichkeit zu verwalten.«

Isabel Hartung
Aufsichtsrätin & Multibeirätin, Tech & AI, Familienunternehmen & Private Equity

»Wir müssen Technologie, Daten und KI konsequent in Geschäftsmodelle übersetzen, Impact durch Innovationen ermöglichen und lebenslanges Lernen als Kernfähigkeit von Unternehmen und Gesellschaft verankern.«

Professor Christian Kaeser
Global Head of Tax, Siemens

»2030 wird Deutschland das Silicon Valley Europas sein – wenn es uns gelingt, wieder das freizusetzen, wofür wir stehen: technische Innovation, Qualität, Verlässlichkeit und eine ausgeprägte Bildungstradition.«

Gabriele Eder
General Manager Manufacturing, Microsoft Germany

»Ich wünsche mir für Deutschland 2030 ein souveränes, nachhaltiges und global führendes „AIfrist“-Ökosystem – mit Lösungen made in Germany, die weltweit Maßstäbe setzen. Deutschland hat als Innovations- und Industriestandort längst bewiesen, wozu wir fähig sind: Innovation statt Imitation.«

Markus Neubauer
CEO, Silbury

»Ich erlebe im Mittelstand jede Woche Unternehmer, die mit KI in Wochen lösen, wofür sie früher Jahre gebraucht hätten – leise, ohne Förderantrag, einfach weil sie machen. Davon brauchen wir mehr. Denn bis 2030 fehlen uns Millionen Arbeitskräfte. KI ist das, was Deutschland arbeitsfähig hält. Werte dürfen keine Ausrede für Langsamkeit sein. Sie verp  ichten uns zum Handeln. Fangen wir jetzt an.«

Astrid Hamker
Präsidentin Wirtschaftsrat der CDU

»Ich wünsche mir, in einem Land zu leben mit einer Leistungsgesellschaft, für die das Aufstiegsversprechen gilt. Mit einer Wirtschaft auf Wachstumskurs und einem effizienten und leistungsfähigen Staat. Mit Unternehmen, die auf dem Fundament der sozialen Marktwirtschaft die
Transformation erfolgreich meistern.«

Marcel Münch
Managing Partner, Co-Founder Dongxii

»Ich wünsche mir etwas mehr Pragmatismus und Experimentierfreudigkeit – die wir uns meiner Meinung nach aus China abschauen könnten.«

Niels Rossow
Vorstand 1. FC Nürnberg

»Ich wünsche Deutschland die ambitionierte Mentalität, in Spielfeldern der Zukunft Weltmeister zu sein.«

Dr. Marc Lakner
Partner und Unit Head DACH, Kearney

»Mein Wunsch für Deutschland 2030 ist, dass wir unsere industrielle Stärke selbstbewusst weiterentwickeln: mit starken Unternehmen, technologischer Exzellenz und mehr Geschwindigkeit in der Umsetzung. Entscheidend wird sein, wie schnell wir Innovation wieder in industrielle Realität übersetzen, ohne unseren Anspruch an Qualität zu verlieren.«

Dr. Isabell Claus
Gründerin und Geschäftsführerin von Thinkers.ai

»Mein Wunsch für Deutschland und Europa im Jahr 2030 ist, dass für KI dieselben Maßstäbe gesetzt sein werden wie für Mode, Maschinen- und Automobilbau: höchste Qualität, Vertrauen, Leidenschaft und Innovationskraft. Wir haben heute exzellente Forschung und starke Unternehmen – wir müssen unsere Technologien bis 2030 nur mutiger international sichtbar machen.«

Deutschland soll den Mut und den Willen haben, Veränderung mitzugestalten

Jan Haller
Bundestrainer Herren, Deutscher Behindertensportverband und Nationales Paralympisches Komitee (DBS)

»Mein Wunsch für Deutschland im Jahr 2030 ist, dass wir als Gesellschaft wieder positiver nach vorn schauen und versuchen, gemeinsam Dinge anzuschieben. Weniger gegeneinander, mehr miteinander.«

Constanze Hufenbecher
Multiaufsichtsrätin, Voith

»2030 blicken unsere Kinder in Deutschland wieder zuversichtlich in die Zukunft. Unsere Demokratie ist gestärkt, unsere Unternehmen sind innovativ, denken wirtschaftlichen Erfolg und Nachhaltigkeit zusammen, und wir leben in einem freien Europa in einer friedlicheren Welt.«

Sandra Babylon
CTO, Cembra

»Ich wünsche mir, dass Deutschland seine Verlässlichkeit nicht mehr als Bremse nutzt, sondern als Fundament für Mut, Lernen und Tempo. Bis 2030 setzen wir KI gezielt ein, um Verlässlichkeit mit Geschwindigkeit zu verbinden und Technologie von einem Unterstützer zu einem aktiven Mitgestalter, aber nicht Bestimmer unseres Handelns zu machen.«

Katja Borghaus
Chief Human Resources Officer, Lanxess

»Wir müssen Entscheidungen radikal beschleunigen, Bürokratie massiv abbauen, Energie verlässlich und bezahlbar machen, Innovation in die Anwendung bringen, unsere Infrastruktur modernisieren und klare Prioritäten setzen und dort dann konsequent handeln, statt Kompromissverwässerung zu betreiben.«

Niclas Storz
CEO, Tidely

»Wir sollten endlich aufhören, uns für die Verwaltung des Stillstands zu feiern, sondern mutiges Unternehmertum fördern. Wir sind das Land der Hidden Champions, und das ist die DNA, zu der wir zurückkehren müssen. Dies bedeutet aber einen radikalen Transformationsprozess für Deutschland.«

Martin Klingst
CEO, Initiative für einen handlungsfähigen Staat

»Ich wünsche mir für 2030 – möglichst schon viel früher – wieder eine Vertrauens- statt einer Misstrauenskultur. Denn Vertrauen baut auf so wenige Vorgaben wie möglich und sorgt so für schnelle, schlanke, wirkungsorientierte sowie bürgernahe Strukturen, Prozesse und Ergebnisse.«

Volles Haus: Das Publikum des Nürnberg Management Summits erlebt Debatten über KI und Wettbewerbsfähigkeit

Professor Philipp Beckerle
Lehrstuhl für Autonome Systeme und Mechatronik, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg (FAU)

»Ich wünsche mir, dass wir in Deutschland und Europa 2030 nachhaltig in Wohlstand und Frieden leben. Als Grundlage hierfür sehe ich einen demokratischen und fairen Diskurs zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit.«

Sebastian Schwanhäusser
Beiratsvorsitzender, Schwan-Stabilo / Schwanhäußer Industrie Holding

»Ich wünsche mir für Deutschland, dass wir wieder das Gute in Veränderung sehen. Egal ob im gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Feld. Wer nur die Vergangenheit und den Status quo bewahren möchte, wird nach unten durchgereicht.«

Markus Mantwill
Managing Director, Partner, Alix Partners

»Ich wünsche mir ein Deutschland, das handelt, wenn es darauf ankommt, und Europa stärkt. Nicht irgendwann. Jetzt.«

Dr. Otto Schulz
Geschäftsführer, Visionic Beratungsund Beteiligungsgesellschaft

»Für eine erfolgreiche Transformation muss Nachhaltigkeit einen Wettbewerbsvorteil bieten, den man verteidigen kann.«

Angela Cretu
Former CEO, Avon

»Für mich bedeutet Führung nicht, an vergangenen Erfolgen festzuhalten, sondern den Mut zu haben, sie immer wieder neu zu denken.«

Beate Rosenthal
Partnerin, Roland Berger

»Ich wünsche uns, dass Deutschland bis 2030 die Chance zum Wandel genutzt hat, über Wirtschaft und Institutionen hinweg, und dass sich in unserer Kultur Changemaker als Rollenmodelle etablieren.«

Dr. Andreas Liebl
CEO, Applied AI Institute for Europe

»KI wird bis 2030 große Teile unseres Lebens beeinflussen oder sogar umfassend verändern. Deutschland soll den Mut und den Willen haben, diese Veränderung mitzugestalten und nicht nur bloßer Nutzer zu sein. Unsere Aufgabe ist es, eine Welt zu gestalten, in der wir und unsere Kinder leben wollen.«