Automatisierung

„Personalisierte KI bringt uns 38 Prozent mehr Antworten“

Beim Marketing- und Vertriebsspezialisten Capaneo automatisiert Geschäftsführer Martin Brahm vor allem die Kundenakquise. Ein KI-gestütztes Multiagentensystem analysiert Zielgruppen, identifiziert passende Entscheider und erstellt individuell zugeschnittene Ansprachen. So lassen sich Vertriebsprozesse skalieren, ohne in austauschbare Massenkommunikation zu verfallen. Das Ergebnis: deutlich höhere Response-Raten und mehr Zeit für persönliche Kundengespräche.

Porträt von Martin Brahm

24.02.2026

DUP UNTERNEHMER-Magazin: In welchem Unternehmensbereich hat Automatisierung bei Ihnen aktuell den größten messbaren Effekt?

Martin Brahm: Den größten messbaren Effekt erzielen wir derzeit in der Kundenakquise. Dort unterstützt ein KI-basiertes Multiagentensystem unsere Vertriebsprozesse von der Zielgruppenauswahl über die Leadpriorisierung bis hin zur individuellen Ansprache von Entscheidern. Die Automatisierung sorgt dafür, dass wir deutlich zielgerichteter kommunizieren und weniger Streuverluste haben. Gleichzeitig sparen wir Zeit bei Recherche, Datenaufbereitung und Texterstellung. Seit der Einführung verzeichnen wir eine um rund 38 Prozent höhere Response-Rate und gewinnen mehr Zeit für persönliche Gespräche mit Interessenten.

Welche Automatisierungsmaßnahme war für Ihr Unternehmen strategisch bisher die wichtigste – und warum?

Brahm: Strategisch entscheidend war der Aufbau eines KI-gestützten Systems, das Automatisierung mit echter Personalisierung verbindet. Statt standardisierte Massenkommunikation zu erzeugen, analysiert das System Zielgruppen, identifiziert passende Ansprechpartner und passt Tonalität sowie Argumentation individuell an. Dadurch konnten wir unseren Vertrieb skalierbar machen, ohne an Relevanz zu verlieren. Für uns war das der entscheidende Schritt, um Automatisierung nicht nur schneller, sondern auch wirksamer zu machen.

Was war die größte Herausforderung bei der Einführung von neuer Technologie zur Automatisierung – und wie sind Sie damit umgegangen?

Brahm: Die größte Herausforderung bestand darin, Automatisierung so umzusetzen, dass sie nicht zu austauschbarer Kommunikation führt. Viele automatisierte Vertriebsansätze scheitern daran, dass sie zwar effizient sind, aber wenig Wirkung erzielen. Deshalb haben wir großen Wert darauf gelegt, Daten strukturiert zusammenzuführen und die KI so zu trainieren, dass sie individuelle Unterschiede zwischen Zielgruppen und Entscheidern berücksichtigt. Unser Ansatz war es, Automatisierung konsequent auf Relevanz auszurichten – damit Technologie nicht nur mehr Output erzeugt, sondern messbar bessere Ergebnisse liefert.