DUP UNTERNEHMER-Magazin: In welchem Unternehmensbereich hat Automatisierung bei Ihnen aktuell den größten messbaren Effekt?
Irmgard Maria Schaffarz: Der größte messbare Effekt zeigt sich bei uns in Bereichen mit hohem manuellem Bearbeitungsaufwand, insbesondere bei der Prüfung von Einkommens- und Objektunterlagen. Diese wiederkehrenden und vergleichsweise einfachen Prüfprozesse haben zuvor viele personelle Ressourcen gebunden. Heute können wir die Unterlagen maschinell auslesen und automatisiert mit den Angaben in der Selbstauskunft unserer Kundinnen und Kunden abgleichen. Dadurch werden die Abläufe schneller und effizienter, und gleichzeitig konnten wir unseren Mitarbeitenden neue Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens eröffnen.
Welche Automatisierungsmaßnahme war für Ihr Unternehmen strategisch bisher die wichtigste – und warum?
Schaffarz: Strategisch am wichtigsten war für uns genau diese Automatisierung der wiederkehrenden Prüfprozesse. Sie ermöglicht es uns, einfacher strukturierte Arbeitsschritte effizienter zu gestalten und unsere Abläufe schneller und besser skalierbar zu machen. Gleichzeitig schaffen wir damit Freiräume, um unsere Talente gezielt weiterzuentwickeln und stärker in anspruchsvollere Aufgaben einzubinden.
Was war die größte Herausforderung bei der Einführung von neuer Technologie zur Automatisierung – und wie sind Sie damit umgegangen?
Schaffarz: Die größte Herausforderung bestand darin, unseren Mitarbeitenden mögliche Sorgen und Vorbehalte gegenüber neuen Technologien zu nehmen. Entscheidend war für uns, die Belegschaft als Beteiligte und nicht als Betroffene in den Veränderungsprozess einzubeziehen. Wir haben frühzeitig kommuniziert, dass Automatisierung kein Ersatz für Menschen ist, sondern eine Unterstützung. Die Akzeptanz, dass Mensch und Maschine künftig interaktiv zusammenarbeiten, ist aus unserer Sicht ein zentraler Erfolgsfaktor.
