DUP UNTERNEHMER-Magazin: In welchem Unternehmensbereich hat Automatisierung bei Ihnen aktuell den größten messbaren Effekt?
Axel Rittershaus: Bei der Entwicklung maßgeschneiderter Führungskräfte-Trainings. Konkret: KI analysiert unsere 40 bestehenden Online-Kurse, recherchiert aktuelle Trends und erstellt unter präzisen Vorgaben Kurs-Skripte – 70% schneller als bisher. Anschließend automatisieren wir Quizze und Begleitmaterialien. Als Anbieter mit 275.000 Kursteilnehmern liefern wir dadurch firmenspezifische Programme in 4 Wochen – früher brauchten wir 2-3 Monate.
Welche Automatisierungsmaßnahme war für Ihr Unternehmen strategisch bisher die wichtigste – und warum?
Rittershaus: Die promptbasierte Orchestrierung von KI-Recherche und Content-Analyse. Sie verkürzt nicht nur die Entwicklungszeit um 50%, sondern ermöglicht uns, die gewonnene Zeit in Qualitätsoptimierung zu stecken. Paradoxerweise macht uns Automatisierung menschlicher: Wir fokussieren uns auf das, was unsere Expertise ausmacht – während Routinen automatisiert ablaufen. Das spüren unsere Kunden in der Kursqualität.
Was war die größte Herausforderung bei der Einführung von neuer Technologie zur Automatisierung – und wie sind Sie damit umgegangen?
Rittershaus: Die Balance zwischen Automatisierung und Qualitätsanspruch. Unsere Lösung: KI übernimmt Recherche und Erstentwurf, wir investieren die eingesparte Zeit in inhaltliche Veredelung mit unserem Fachwissen. So entsteht ein Multiplikator-Effekt: schneller UND besser. Entscheidend war, die Technologie als Werkzeug zu verstehen, nicht als Ersatz für menschliche Expertise.
