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Arbeitgeber der Zukunft: Was die WWK Versicherungen vormachen

Fachkräftemangel, Demografie, KI: Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Das Deutsche Innovationsinstitut diind hat die WWK Versicherungen als „Arbeitgeber der Zukunft“ ausgezeichnet. Fünf Thesen zeigen an diesem Beispiel, was Zukunftsfähigkeit heute konkret bedeutet.

Eine Frau mit lockigen Haaren und Brille sitzt vor einem Laptop, als Symbolbild für Arbeitgeber der Zukunft

15.10.2026

1. Arbeitgeberattraktivität wird zur Existenzfrage

Von einem flächendeckenden Arbeitskräftemangel kann zwar keine Rede sein. Doch trotz schwacher Konjunktur weist die Bundesagentur für Arbeit für 2025 noch 157 Engpassberufe aus. Langfristig verschärft die Demografie den Druck: Selbst bei hoher Nettozuwanderung dürfte die Zahl der 20- bis 66-Jährigen bis 2035 um 3,2 Millionen sinken. Damit wird es für Firmen mindestens ebenso wichtig, Beschäftigte zu halten, wie neue zu finden.

Im konkreten Beispiel liegt die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei etwa 18 Jahren. Die Rahmenbedingungen, die auch im Audit eine Rolle spielen, sind konkret: 38-Stunden-Woche, 31 Urlaubs­tage, 14 Monatsgehälter, mobiles Arbeiten und betriebliche Altersversorgung. Fast ein Drittel der mehr als 1.000 Beschäftigten in der Zentrale arbeitet in Teilzeit, die Mobilarbeitsquote liegt bei etwa 50 Prozent.

2. Lernen muss mit der Technologie Schritt halten

KI ist in den Unternehmen angekommen. 41 Prozent der Firmen ab 20 Beschäftigten setzen sie bereits ein, weitere 48 Prozent planen den Einsatz. Bei der Qualifizierung zeigt sich dagegen eine Lücke: Nur 14 Prozent vermitteln digitale Kompetenzen an alle oder fast alle Beschäftigten, lediglich 51 Prozent verfügen über eine Weiterbildungsstrategie für Digitalthemen.

Im diind-Audit wird beschrieben, wie neue Technologien zunächst in einzelnen Bereichen erprobt werden. So nutzt der Versicherer etwa das Metaverse-System eines externen Partners zum Schulen, Planen und Präsentieren sowie zur Visualisierung versicherungstechnischer Prozesse. In der Ausbildung wird Technik für Extended Reality (XR) eingesetzt, um Wissen zu vermitteln. Zudem ist der Konzern Gründungsmitglied des InsurTech Hub Munich und damit in ein Netzwerk aus Versicherern, Start-ups und Technologieunternehmen eingebunden.

3. Veränderung funktioniert nicht über die Köpfe der Mitarbeitenden hinweg

Technischer und organisatorischer Wandel hat eine Kehrseite. In der Randstad-ifo-HR-Befragung berichten 51 Prozent der Unternehmen von gestiegener mentaler Belastung oder mehr Stress bei ihren Beschäftigten. 45 Prozent nennen Veränderungsprozesse im Unternehmen als Ursache.

Ein Detail aus dem Audit ist vor diesem Hintergrund bemerkenswert: Der Impuls, KI-Anwendungen zu erproben, ging demnach aus einer Mitarbeitendenbefragung hervor. Bei neuen Prozessen und Systemen werden Beschäftigte aus den betroffenen Fachbereichen eingebunden, formulieren Anforderungen, testen Änderungen und beurteilen deren Praxistauglichkeit. Je nach Vorhaben arbeiten Versicherungs-
mathematik, Recht, IT, Versicherungstechnik, Produktmanagement, Kundenservice und Vertrieb zusammen.

4. Führung wird zur Schlüsseltechnologie

Nur zehn Prozent der Beschäftigten in Deutschland haben laut Gallup eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber. Die Produktivitätsverluste durch innere Kündigung beziffert Gallup für das Jahr 2025 auf mindestens 119 Milliarden Euro. Zugleich trauen nur 23 Prozent ihrer Geschäftsführung zu, die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern.

Bei neu ernannten Führungskräften setzt der ausgezeichnete „Arbeitgeber der Zukunft“ auf ein rund einjähriges Programm. Der „Führungs-Kompass“ führt in mehreren Modulen durch Theorie und Praxis der Aufgabe. Danach steht mit „Führen im Fokus“ eine dauerhafte Informations-, Austausch- und Entwicklungsplattform zur Verfügung. Das Audit nennt außerdem Talentprogramme und bereichsübergreifende Praxiseinsätze, mit denen Fach- und Führungspotenziale frühzeitig erkannt und entwickelt werden sollen.

5. Arbeit muss zu unterschiedlichen Menschen passen

Flexible Arbeitszeiten sind das meistgenannte Ins­trument deutscher Unternehmen bei der Suche nach Arbeits- und Fachkräften: 76 Prozent setzen darauf, 66 Prozent auf Weiterbildung und 31 Prozent auf einen flexiblen Arbeitsort. Doch unterschiedliche Voraussetzungen für Arbeit reichen weiter als Arbeitszeit und Homeoffice. Die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Schwerbehinderung liegt mit 50,9 Prozent deutlich unter den 77,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Bei der WWK reicht das Spektrum laut Audit von Teilzeit und mobilem Arbeiten über Unterstützung bei Kinderbetreuung und Pflege bis zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Öffentlich genannt werden darüber hinaus Gesundheits-Check-ups, deren Kosten das Unternehmen übernimmt.

Ein weiterer Punkt betrifft die Inklusion. Der Konzern arbeitet seit Jahren mit der Stiftung ICP München zusammen. Junge Menschen sammeln dabei Praxiserfahrungen in unterschiedlichen Unternehmensbereichen und werden beim Einstieg in die Teams begleitet. 2026 würdigte die Stiftung ICP das Unternehmen dafür als „Jobmacher des Jahres“.